photovoltaik 60 prozent regelung: Neue Regeln für Photovoltaik 2025

Seit dem 25. Februar 2025 gelten neue Spielregeln für deine Solaranlage. Das Solarspitzengesetz bringt weitreichende Änderungen mit sich, die du als Betreiber einer PV-Anlage kennen solltest. Besonders wenn deine Anlage ab 2 kWp Leistung hat und noch kein intelligentes Messsystem nutzt, betreffen dich die neuen Regelungen direkt.

Der Grund für die Gesetzesänderung: Die deutschen Stromnetze stoßen bei hoher Sonneneinstrahlung zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Die neuen Vorschriften sollen Netzüberlastungen verhindern und das Stromnetz stabilisieren.

Die gute Nachricht: Trotz der Einschränkungen bleibt Photovoltaik für dich als Selbstnutzer wirtschaftlich attraktiv.

Allerdings wird die Eigenverbrauchsoptimierung jetzt wichtiger denn je. Mit Batteriespeichern, Wärmepumpen oder intelligentem Lastmanagement holst du auch 2026 das Maximum aus deiner Anlage heraus.

Das Wichtigste in Kürze: Solarspitzengesetz 2025

Du willst schnell wissen, was das Solarspitzengesetz für dich bedeutet? Hier findest du alle wichtigen Fakten kompakt zusammengefasst – für einen schnellen Überblick ohne langes Suchen.

Die wichtigsten Kernpunkte:

• 60%-Regel: Neue PV-Anlagen ohne Smart Meter dürfen nur noch 60% ihrer Leistung ins Netz einspeisen.

• Smart Meter Pflicht: Anlagen über 7 kWp benötigen jetzt ein Smart Meter mit Steuerbox.

• Negative Strompreise: Bei negativen Börsenpreisen erhältst du keine Einspeisevergütung – diese wird jedoch nachgeholt.

• Aktuelle Vergütung: Seit dem 01.08.2025 bekommst du als Neuanlagenbetreiber 7,86 Cent pro kWh.

• Bestandsschutz: Wurde deine Anlage vor dem 25.02.2025 installiert, bist du von den neuen Regelungen ausgenommen.

• Balkonkraftwerke: Anlagen unter 2 kWp sind komplett von der 60%-Regel befreit.

• Reale Verluste: Die 60%-Regel kostet dich bei Südausrichtung maximal 6% Ertrag, bei Ost-West-Ausrichtung sogar nur 1-2%.

Damit hast du alle wesentlichen Änderungen auf einen Blick – jetzt kannst du tiefer in die Details einsteigen.

Was ist das Solarspitzengesetz?

Infografik: Funktionsweise einer Photovoltaikanlage mit Netzeinspeisung – zeigt Solarmodule, Wechselrichter, Eigenverbrauch und Netzeinspeisung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begleitet die deutsche Energiewende seit über 20 Jahren. Mit garantierten Einspeisevergütungen hat es den Ausbau von Photovoltaik massiv vorangetrieben. Doch 2026 steht das System vor neuen Herausforderungen, die eine Anpassung notwendig machen.

Das Problem ist simpel: An sonnigen Tagen produzieren mittlerweile so viele PV-Anlagen gleichzeitig Strom, dass die Netze an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Du kennst das vielleicht von den Nachrichten über negative Strompreise an der Börse.

Genau hier setzt das Solarspitzengesetz an. Bei drohender Netzüberlastung soll deine Einspeisung zeitweise begrenzt werden können.

Das klingt zunächst nach einem Nachteil für dich als Anlagenbetreiber. Doch der Hintergrund ist nachvollziehbar: Ohne neue Steuerungsmechanismen würde das Stromnetz instabil werden.

Die Lösung des Gesetzgebers setzt auf zwei Säulen. Erstens schafft das Gesetz Anreize für eine intelligente Steuerung deiner Anlage. Zweitens ermöglicht es die gezielte Begrenzung von Einspeisespitzen.

Das übergeordnete Ziel ist dabei klar definiert: Erneuerbare Energien sollen besser in den Strommarkt integriert werden, ohne dass es zu Netzüberlastungen kommt.

Für dich als Betreiber bedeutet das einen Paradigmenwechsel. Statt maximaler Einspeisung rückt nun die bedarfsgerechte Stromproduktion in den Fokus. Mit den richtigen Strategien kannst du davon sogar profitieren.

Für wen gelten die neuen Regeln?

Die neuen Vorgaben zur Anlagensteuerung sorgen bei vielen Solarinteressierten für Verunsicherung. Dabei ist die Abgrenzung relativ klar definiert. Hier erfährst du genau, ob deine Anlage betroffen ist oder ob du von einer Ausnahme profitierst.

Grundsätzlich gilt: Alle PV-Anlagen über 2 kWp, die ab dem 25.02.2025 in Betrieb gegangen sind, fallen unter die neuen Regelungen. Das betrifft insbesondere Anlagen ohne intelligentes Messsystem, also ohne Smart Meter.

Typische Hausdach-Anlagen mit einer Leistung zwischen 3 und 20 kWp sind damit direkt betroffen. Diese Größenordnung macht den Großteil aller privaten Installationen in Deutschland aus.

Bei größeren Anlagen zwischen 25 und 100 kW kommt eine zusätzliche Anforderung hinzu: Hier ist neben der Steuerbarkeit auch eine vollständige Fernsteuerbarkeit durch den Netzbetreiber erforderlich.

Doch es gibt wichtige Ausnahmen, die viele Betreiber entlasten. Bestandsanlagen, die vor dem 25.02.2025 in Betrieb genommen wurden, sind von den neuen Regeln ausgenommen.

Auch Balkonkraftwerke und andere Kleinanlagen unter 2 kWp müssen die Vorgaben nicht erfüllen. Diese Bagatellgrenze schützt Mieter und Einsteiger vor zusätzlichem bürokratischem Aufwand.

Wer bereits ein Smart Meter installiert hat, erfüllt die technischen Voraussetzungen automatisch. Die Anlage ist dann bereits steuerbar und es besteht kein Handlungsbedarf.

Eine weitere Ausnahme betrifft Anlagen in der Direktvermarktung. Da diese ohnehin strengeren Anforderungen unterliegen und aktiv am Strommarkt teilnehmen, gelten die neuen Steuerungsregeln hier nicht zusätzlich.

Prüfe also genau, in welche Kategorie deine geplante oder bestehende Anlage fällt. So vermeidest du unnötige Investitionen oder verpasste Fristen im Jahr 2026.

Übersichtstabelle: Wer ist betroffen?

Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick, welche Anlagentypen von der 60%-Regel betroffen sind und welche nicht.

| Anlagentyp | Leistung | Betroffen | Besonderheiten |

|————|———-|———–|—————-|

| Neue Anlagen ohne Smart Meter | ab 2 kWp | Ja | 60%-Regel gilt vollständig |

| Bestandsanlagen vor 25.02.2025 | alle | Nein | Bestandsschutz greift |

| Balkonkraftwerke | unter 2 kWp | Nein | Komplett ausgenommen |

| Anlagen mit Smart Meter | alle | Nein | Andere Regelungen gelten |

| Direktvermarktungsanlagen | alle | Nein | Vollständig ausgenommen |

Wie du siehst, ist die Regelung klar abgegrenzt. Wenn du 2026 eine neue Anlage ab 2 kWp ohne Smart Meter installierst, fällst du unter die 60%-Regel.

Besitzt du bereits eine Anlage oder planst ein Balkonkraftwerk, kannst du aufatmen – du bist nicht betroffen.

Die 60%-Regel: Einspeisebegrenzung ohne Smart Meter

Wenn du dich gegen ein Smart Meter entscheidest, greift automatisch die sogenannte 60%-Regel. Diese Regelung begrenzt die maximale Einspeiseleistung deiner Photovoltaikanlage auf 60 Prozent der installierten Nennleistung. Klingt erstmal nach einem großen Nachteil – ist es aber in der Praxis meist nicht.

Konkret bedeutet das: Bei einer 10 kWp-Anlage darfst du maximal 6 kW ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Alles darüber wird automatisch abgeregelt. Wichtig dabei: Diese Begrenzung betrifft ausschließlich die Einspeisung, nicht deinen Eigenverbrauch.

Den überschüssigen Strom oberhalb der 60%-Grenze kannst du also problemlos selbst nutzen – etwa für deinen Batteriespeicher, dein E-Auto oder den allgemeinen Haushaltsstrom.

Jetzt zur entscheidenden Frage: Wie oft produziert deine Anlage überhaupt mehr als 60% ihrer Nennleistung? Tatsächlich seltener als du denkst.

Für diese Spitzenleistung braucht es optimale Bedingungen: einen perfekten Sonnenwinkel, klaren Himmel und moderate Temperaturen. Laut Fraunhofer ISE treten solche Idealbedingungen nur an wenigen Stunden im Jahr auf.

Die tatsächlichen Ertragsverluste durch die 60%-Kappung fallen entsprechend gering aus. Bei einer klassischen Südausrichtung deiner Module verlierst du maximal 6% deines jährlichen Gesamtertrags.

Noch besser sieht es bei Ost-West-Ausrichtung aus: Hier liegen die Verluste bei lediglich 1-2% pro Jahr, da die Leistungskurve flacher verläuft und die 60%-Grenze seltener erreicht wird.

In der Grafik siehst du deutlich, wie die typische Tagesleistungskurve verläuft. Die Kappung greift nur in der schmalen Spitze um die Mittagszeit – der Großteil der Produktion bleibt unberührt.

Für viele Anlagenbesitzer ist die 60%-Regel 2026 daher ein akzeptabler Kompromiss: Du sparst dir die Smart Meter-Kosten und verzichtest nur auf einen minimalen Anteil deines potenziellen Ertrags.

Technische Umsetzung der 60%-Begrenzung

Für die technische Umsetzung der 60%-Begrenzung stehen dir 2026 zwei grundlegende Optionen zur Verfügung. Die Wahl der richtigen Methode beeinflusst direkt, wie effizient du deinen selbst erzeugten Solarstrom nutzen kannst.

Option 1: Feste Begrenzung im Wechselrichter

– Diese softwareseitige Lösung ist die einfachste Variante. Der Wechselrichter kappt die Einspeiseleistung automatisch bei 60% der installierten Leistung. Der Nachteil: Dein aktueller Eigenverbrauch wird dabei nicht berücksichtigt.

Option 2: Energiemanagementsystem (EMS)

– Hier wird es intelligent. Ein EMS arbeitet dynamisch und bezieht deinen Eigenverbrauch aktiv in die Berechnung ein. Überschüssiger Strom wird clever in Speicher, E-Auto oder Haushaltsgeräte geleitet, bevor eine Abregelung erfolgt.

Moderne Wechselrichter bieten die Begrenzungsfunktion bereits standardmäßig softwareseitig an. Bei KOSTAL-Systemen läuft die Steuerung bei einem einzelnen Wechselrichter direkt über den PLENTICORE.

Betreibst du mehrere Wechselrichter, erfolgt die Koordination über den Smart Energy Meter. Dieses Gerät erfasst die Gesamtleistung und verteilt die Begrenzung gleichmäßig auf alle Geräte.

Ein wichtiger rechtlicher Aspekt: Die eingestellte Begrenzung darf nicht eigenmächtig aufgehoben werden können. Die Software muss so konfiguriert sein, dass du als Anlagenbetreiber keinen unkontrollierten Zugriff auf diese Einstellung hast.

Für maximale Wirtschaftlichkeit empfehlen wir dir ein EMS – so verlierst du weniger Energie durch Abregelung und steigerst deinen Eigenverbrauchsanteil spürbar.

Ertragsverluste durch die 60%-Regel minimieren

Die 60%-Regel klingt zunächst nach einem echten Nachteil, doch mit cleveren Strategien kannst du die Verluste auf ein Minimum reduzieren. Der entscheidende Punkt: Diese Regelung betrifft nur die Erzeugungsspitzen, nicht deinen Gesamtertrag.

Ein Batteriespeicher ist dein bester Verbündeter. Er fängt die Spitzen ab und speichert die überschüssige Energie für später, wenn du sie wirklich brauchst.

Nutze sonnige Stunden aktiv: Lade dein E-Auto tagsüber, wenn möglich, und schalte Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler bei Sonnenschein ein.

Die Kopplung einer Wärmepumpe mit deiner PV-Anlage steigert den Eigenverbrauch zusätzlich und senkt deine Heizkosten spürbar.

Ein Energiemanager optimiert all diese Prozesse automatisch und sorgt dafür, dass du den erzeugten Strom bestmöglich nutzt.

Unterm Strich bedeutet das: Bei intelligentem Management entstehen 2026 kaum nennenswerte Nachteile durch die 60%-Regel. Du profitierst von schnellerer Anmeldung und weniger Bürokratie, ohne auf Ertrag verzichten zu müssen.

Smart Meter mit Steuerbox: Die neue Pflicht

Seit 2025 gelten neue Regeln für Photovoltaikanlagen in Deutschland. Wenn du eine Anlage ab 7 kWp betreibst oder planst, musst du dich mit dem Thema Smart Meter und Steuerbox auseinandersetzen. Diese Kombination ist jetzt Pflicht und verändert die Kostenstruktur für Anlagenbetreiber spürbar.

Der Smart Meter mit Steuerbox ermöglicht dem Netzbetreiber, deine Anlage bei Bedarf zu drosseln. Das klingt erstmal nach Einschränkung, dient aber der Netzstabilität bei hoher Einspeisung. Die Installation muss entweder direkt mit der Anlage erfolgen oder spätestens bis Ende 2026 nachgerüstet werden.

Die jährlichen Kosten für den Smart Meter staffeln sich nach Anlagengröße: Bei 2-15 kWp zahlst du 50€, bei 15-25 kWp sind es 110€, und bei 25-100 kWp werden 140€ fällig.

Hinzu kommen die Zusatzkosten für die Steuerbox von 50€ pro Jahr. Damit liegen die Gesamtkosten bei mindestens 100€ jährlich – ein deutlicher Anstieg gegenüber den früheren 20€ für einen einfachen Smart Meter.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Betreibst du zusätzlich eine Wärmepumpe, lädst ein E-Auto oder nutzt einen Speicher mit mehr als 4,2 kW, erhältst du einen Rabatt auf die Netzentgelte von circa 150€ pro Jahr.

Dieser Rabatt kann die Mehrkosten für Smart Meter und Steuerbox mehr als ausgleichen. Besonders für Haushalte mit umfassender Energiewende-Ausstattung lohnt sich die Kombination also durchaus.

Plane die neuen Kosten in deine Wirtschaftlichkeitsberechnung ein und prüfe, ob du durch steuerbare Verbraucher von den Netzentgelt-Rabatten profitieren kannst.

Kostentabelle Smart Meter nach Anlagengröße

Die jährlichen Kosten für Smart Meter und Steuerbox hängen direkt von deiner Anlagengröße ab. Hier findest du eine klare Übersicht für 2026:

| Anlagengröße | Smart Meter | Steuerbox | Gesamt |

|————–|————-|———–|——–|

| >2 bis 15 kWp | 50€ | 50€ | 100€/Jahr |

| >15 bis 25 kWp | 110€ | 50€ | 160€/Jahr |

| >25 bis 100 kWp | 140€ | 50€ | 190€/Jahr |

Diese Preisobergrenzen sind gesetzlich in § 30 MsbG verankert und wurden durch das Solarspitzengesetz angepasst.

Keine Einspeisevergütung bei negativen Strompreisen

An sonnigen und windreichen Tagen produziert Deutschland mittlerweile so viel erneuerbaren Strom, dass die Preise an der Börse ins Negative rutschen. Das klingt erst mal beunruhigend für Anlagenbetreiber – doch die Regelung ist fairer als gedacht.

Seit 2024 gilt: Während negativer Strompreise erhältst du keine Einspeisevergütung für deinen überschüssigen Solarstrom. Diese Regel greift allerdings erst, wenn dein Smart Meter mit Steuerbox installiert ist und die Preissituation tatsächlich erfasst werden kann.

Hier kommt der entscheidende Ausgleich: Jede Stunde ohne Vergütung wird automatisch an deine 20 Jahre Förderdauer angehängt.

Du verlierst also kein Geld – die Vergütung verschiebt sich lediglich zeitlich nach hinten. Echte finanzielle Einbußen entstehen dadurch nicht.

Clever ist, wer diese Phasen für sich nutzt. Bei negativen Börsenpreisen solltest du besonders viel Strom selbst verbrauchen oder in deinem Batteriespeicher zwischenspeichern.

Wer ohnehin auf hohen Eigenverbrauch setzt, profitiert sogar doppelt: Du nutzt günstige Marktphasen für deinen Bedarf und verlängerst gleichzeitig deine Vergütungsdauer.

Die Regelung trifft vor allem Volleinspeiser härter, während Eigenverbraucher mit Speicher kaum Nachteile spüren. Tatsächlich belohnt das System 2026 genau das Verhalten, das auch dem Stromnetz hilft – nämlich flexible Nutzung statt maximaler Einspeisung.

Aktuelle Einspeisevergütung und mögliche Kürzungen

Die Vergütungssituation für Solarstrom bleibt dynamisch – und politisch umstritten. Seit dem 01.08.2025 erhalten Sie bei Teileinspeisung 7,86 Cent pro Kilowattstunde. Wer sich für Volleinspeisung entscheidet, bekommt bei kleinen Anlagen rund 12,5 Cent/kWh. Doch diese Werte stehen unter Druck.

Ab dem 01.02.2026 greift die planmäßige Degression: Die Vergütung sinkt um 1 Prozent. Das klingt moderat, doch Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat bereits weitere Kürzungen angekündigt.

Ihr zentrales Argument: Kleine PV-Anlagen rechnen sich mittlerweile auch ohne staatliche Förderung. Die gesunkenen Modulpreise und steigenden Stromkosten machen den Eigenverbrauch attraktiv genug.

Die gute Nachricht für Bestandsanlagen: Der zugesicherte Bestandsschutz bleibt bestehen. Ihre bereits genehmigte Vergütung ist für 20 Jahre garantiert – unabhängig von künftigen politischen Entscheidungen.

Planen Sie jedoch eine neue Anlage, sollten Sie die Wirtschaftlichkeit sorgfältig prüfen. Bei weiteren Kürzungen verschiebt sich das Verhältnis zwischen Einspeisung und Eigenverbrauch deutlich zugunsten der Selbstnutzung.

Ein wertvoller Tipp: Der freiwillige Verzicht auf alte Vergütungsregelungen kann sich lohnen. Laut Berichterstattung vom 11. August 2025 bringt dieser Schritt bis zu 0,6 Cent/kWh mehr ein.

Für 2026 gilt deshalb: Beobachten Sie die politischen Entwicklungen genau. Die Einspeisevergütung wird weiter sinken – die Frage ist nur, wie schnell.

Maximieren Sie Ihren Eigenverbrauch durch intelligente Speicherlösungen und optimiertes Lastmanagement. So bleiben Sie unabhängiger von politischen Entscheidungen und sinkenden Vergütungssätzen.

Lohnt sich Photovoltaik trotzdem noch?

Die klare Antwort: Ja, Photovoltaik bleibt auch 2026 für Selbstnutzer wirtschaftlich absolut sinnvoll. Trotz veränderter Rahmenbedingungen und gesunkener Einspeisevergütungen rechnet sich eine eigene Solaranlage weiterhin – vorausgesetzt, du setzt auf die richtige Strategie. Der Schlüssel liegt heute mehr denn je im Eigenverbrauch.

Eigenverbrauch ist der entscheidende Wirtschaftlichkeitsfaktor geworden. Wer den selbst produzierten Strom direkt nutzt, spart laut Verbraucherzentrale zwischen 30 und 40 Prozent seiner Stromkosten. Je höher dein Eigenverbrauchsanteil, desto schneller amortisiert sich die Anlage.

Als Faustregel gilt: Bis zu einem Preis von 1.600 Euro pro Kilowatt-Peak lohnt sich Photovoltaik praktisch immer.

Kombinierst du deine Anlage mit einem Stromspeicher, einer Wärmepumpe oder einem E-Auto, sind auch Investitionskosten bis 1.800 Euro pro kWp wirtschaftlich akzeptabel.

Die gute Nachricht: Die Anlagenpreise befinden sich 2026 auf einem attraktiven Niveau. Für Anlagen zwischen 5 und 10 kWp zahlst du aktuell zwischen 1.200 und 2.200 Euro pro kWp – je nach Anbieter und Installationsaufwand.

Dein jährlicher Strombedarf sollte mindestens 3.000 kWh betragen, damit sich die Investition rechnet. Bei niedrigerem Verbrauch wird die Amortisation entsprechend schwieriger.

Typischerweise hat sich eine Photovoltaikanlage nach 10 bis 15 Jahren amortisiert. Bei einer Lebensdauer von rund 30 Jahren bedeutet das: Mindestens 15 Jahre lang produzierst du quasi kostenlosen Strom.

Beim Stromspeicher solltest du maximal 600 Euro pro kWh Kapazität investieren. Höhere Preise verlängern die Amortisationszeit unverhältnismäßig.

Weitere Details zur optimalen Anlagengröße und Wirtschaftlichkeitsberechnung findest du im Photovoltaik Ratgeber.

Unterm Strich bleibt Photovoltaik eine der wenigen Investitionen, die gleichzeitig Rendite bringt, vor steigenden Strompreisen schützt und einen Beitrag zur Energiewende leistet.

Beispielrechnung: 7 kWp-Anlage

Du überlegst, ob sich eine Photovoltaikanlage für dein Zuhause lohnt? Hier sind konkrete Zahlen für eine typische Hausanlage in 2026, die dir einen realistischen Überblick verschaffen.

Bei einer Anlagengröße von 7 kWp und einem Kaufpreis von 1.600€ pro kWp landest du bei einer Gesamtinvestition von 11.200€. Diese Anlage produziert jährlich etwa 7.000 kWh Strom.

Der entscheidende Vergleich: Während du beim Stromanbieter aktuell rund 32 Ct/kWh zahlst, kostet dich der selbst erzeugte Solarstrom nur 10-12 Ct/kWh.

Ohne Batteriespeicher erreichst du eine Eigenverbrauchsquote von etwa 40%. Mit einem Speichersystem steigerst du deine Autarkie auf 60-70% – ein deutlicher Unterschied für deine Unabhängigkeit vom Stromnetz.

Die Amortisation erfolgt je nach Verbrauchsverhalten und Strompreisentwicklung nach 10-15 Jahren. Nach 20 Jahren Laufzeit fällt die Rendite bei einem günstigen Kaufpreis positiv aus.

Diese Beispielrechnung zeigt: Eine 7 kWp-Anlage ist für durchschnittliche Einfamilienhäuser eine solide Investition mit planbarer Wirtschaftlichkeit.

Eigenverbrauch optimieren: So geht’s

Je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto weniger müssen Sie teuer vom Netz beziehen – und desto schneller rentiert sich Ihre Anlage. Mit ein paar cleveren Anpassungen im Alltag holen Sie 2026 deutlich mehr aus Ihrer PV-Anlage heraus.

Der einfachste Trick: Verschieben Sie energieintensive Geräte in die Sonnenstunden. Lassen Sie Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner tagsüber laufen, wenn Ihre Module Strom produzieren.

Besitzen Sie ein E-Auto? Laden Sie es nach Möglichkeit tagsüber auf – idealerweise zwischen 10 und 15 Uhr, wenn die Sonneneinstrahlung am höchsten ist.

Die Kopplung einer Wärmepumpe mit Ihrer PV-Anlage ist besonders effektiv. So heizen oder kühlen Sie Ihr Zuhause mit selbst erzeugtem Strom und senken Ihre Betriebskosten erheblich.

Für den Abend- und Nachtverbrauch empfiehlt sich ein Batteriespeicher. Er überbrückt die Stunden ohne Sonnenschein und steigert Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 80 Prozent.

Ein Home Energy Management System (HEMS) nimmt Ihnen die manuelle Steuerung ab. Es erkennt automatisch, wann Strom verfügbar ist, und schaltet Verbraucher intelligent zu.

Nutzen Sie außerdem flexible Stromtarife: Bei negativen Strompreisen – die 2026 immer häufiger auftreten – lohnt es sich besonders, den eigenen Verbrauch hochzufahren und überschüssige Energie sinnvoll einzusetzen.

Ist ein Stromspeicher jetzt sinnvoller?

Das Solarspitzengesetz macht Batteriespeicher in Kombination mit einem Energiemanager deutlich attraktiver als zuvor. Der Grund: Ein Speicher fängt die 60-Prozent-Kappung der Einspeiseleistung ab und nutzt den Überschuss für Deinen eigenen Verbrauch.

Damit erhöhst Du Deine Autarkie von typischerweise 40 Prozent auf 60 bis 70 Prozent – Du wirst also unabhängiger vom Stromnetz und steigenden Preisen.

Beim Kauf solltest Du jedoch auf den Preis achten: Maximal 600 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität sind wirtschaftlich sinnvoll.

Ein Beispiel: Ein 5-kWh-Speicher sollte nicht mehr als 3.000 Euro kosten.

Wichtig ist außerdem, dass ein Energiemanager beim Speicher-Kauf dabei ist. Dieses System steuert intelligent, wann Strom gespeichert und wann er verbraucht wird.

Achte darauf, die Speichergröße an Deinen tatsächlichen Strombedarf und Deine Anlagengröße anzupassen. Ein zu großer Speicher rechnet sich nicht, weil Du ihn selten vollständig nutzt.

Als Faustregel gilt: Pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch reicht etwa 1 kWh Speicherkapazität.

Unter den neuen Bedingungen 2026 lohnt sich ein Speicher besonders für Haushalte mit hohem Eigenverbrauchspotenzial – etwa durch Elektroauto oder Wärmepumpe.

Mehr Details zur optimalen Speichergröße und Wirtschaftlichkeit findest Du im Ratgeber Stromspeicher.

Steuern und Förderung für PV-Anlagen 2025

Du willst eine Photovoltaikanlage installieren und fragst dich, welche finanziellen Vorteile du 2026 noch mitnehmen kannst? Die gute Nachricht: Die steuerlichen Erleichterungen aus 2025 gelten weiterhin und machen den Einstieg in die Solarenergie attraktiver denn je.

Der größte Vorteil: Auf PV-Anlagen für Wohngebäude fällt keine Mehrwertsteuer an. Das gilt für die Lieferung, Installation und auch für Stromspeicher.

Zusätzlich profitierst du von der Einkommensteuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp. Das bedeutet weniger Bürokratie für dich – eine Meldung beim Finanzamt ist nicht mehr erforderlich.

Neben den bundesweiten Regelungen existieren in einigen Bundesländern regionale Förderprogramme. Prüfe daher unbedingt, ob dein Bundesland zusätzliche Zuschüsse bietet.

Für die Finanzierung steht dir außerdem der KfW-Förderkredit Programm 270 zur Verfügung. Damit bekommst du günstige Konditionen für deine Solarinvestition.

Wichtig: Den Förderantrag musst du oft VOR dem Kaufvertrag stellen! Informiere dich rechtzeitig über alle Fristen und Bedingungen.

Alle Details zu aktuellen Fördermöglichkeiten findest du im Ratgeber zur PV-Förderung.

So finden Sie günstige PV-Angebote

Der Schlüssel zu einer günstigen Photovoltaikanlage in 2026 liegt im systematischen Angebotsvergleich. Holen Sie unbedingt mehrere Angebote ein, bevor Sie sich entscheiden. Als empfohlenes Vergleichsportal bietet www.selfmade-energy.com transparente Preisübersichten und hilft Ihnen, faire Konditionen zu erkennen.

Zusätzlich können Sie Vermittlungsportale wie photovoltaik-angebotsvergleich.de oder solaranlagen-portal.com nutzen.

Lokale Solarfirmen finden Sie über die BSW-Datenbank oder die ZVEH-Suche – regionale Anbieter bieten oft besseren Service und kürzere Reaktionszeiten.

Bei den Zahlungsbedingungen gilt: Leisten Sie keine hohe Anzahlung und zahlen Sie erst, wenn die Anlage vollständig funktioniert.

Achten Sie im Angebot auf Garantiezeiten für Module, Wechselrichter und Speicher sowie auf die Qualität der verbauten Komponenten.

Bleiben Sie im Verkaufsgespräch kritisch – seriöse Anbieter drängen nicht zu schnellen Entscheidungen und beantworten alle Ihre Fragen transparent.

Fazit: Was bedeuten die neuen Regeln für Sie?

Das Solarspitzengesetz bringt 2026 zwar Anpassungen, aber keine dramatischen Einschnitte für Photovoltaik-Besitzer. Die 60%-Regel verursacht in der Praxis nur geringe Einbußen von etwa 1-6% der möglichen Einnahmen. Mit einem Batteriespeicher und intelligentem Energiemanagement spüren Sie praktisch keine Nachteile.

Der Eigenverbrauch wird durch die neuen Regelungen noch wichtiger. Planen Sie Ihre Anlage entsprechend und optimieren Sie Ihr Verbrauchsverhalten.

Photovoltaik bleibt wirtschaftlich attraktiv. Gut geplante Anlagen amortisieren sich weiterhin in 10-15 Jahren.

Bestehende Anlagen genießen Bestandsschutz – Sie müssen keine nachträglichen Änderungen befürchten.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt zum Kauf. Die Modulpreise befinden sich auf niedrigem Niveau, während die Technik ausgereift ist.

Unser Rat: Lassen Sie sich von den neuen Regeln nicht verunsichern. Mit der richtigen Planung profitieren Sie weiterhin von Ihrer Solaranlage – finanziell und ökologisch.

Häufige Fragen (FAQ)

Du hast noch offene Fragen zum Solarspitzengesetz? Kein Problem – hier findest du schnelle Antworten auf die wichtigsten Punkte, die Solarinteressierte und Anlagenbetreiber 2026 beschäftigen.

Was ist die 60%-Regel?

Neue PV-Anlagen ohne Smart Meter dürfen nur 60% ihrer Nennleistung ins Netz einspeisen. Der Rest muss entweder selbst verbraucht oder abgeregelt werden.

Bin ich betroffen?

Die Regelung gilt ausschließlich für Anlagen ab 2 kWp, die nach dem 25.02.2025 in Betrieb gegangen sind. Kleinere Systeme bleiben außen vor.

Wie hoch sind die Verluste?

Bei Südausrichtung verlierst du maximal 6% deines Ertrags. Bei Ost-West-Ausrichtung sind es sogar nur 1-2%, da die Erzeugungsspitzen ohnehin niedriger ausfallen.

Lohnt sich PV noch?

Absolut ja – besonders wenn du einen hohen Eigenverbrauch erreichst. Die Wirtschaftlichkeit bleibt auch 2026 attraktiv.

Was kostet ein Smart Meter?

Rechne mit mindestens 100€ pro Jahr inklusive Steuerbox. Damit umgehst du die 60%-Drosselung vollständig.

Gilt Bestandsschutz?

Ja, für alle Anlagen, die vor dem 25.02.2025 in Betrieb genommen wurden. Diese können weiterhin ohne Einschränkungen einspeisen.

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